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Der Spiegel Nr.22 / 25 Mai 1981 - Damit stehe ich oder ich falle
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Der Spiegel Nr.22 / 25 Mai 1981 - Damit stehe ich oder ich falle

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Titelbild: Kanzlers letzter Einsatz: Damit stehe ich oder ich falle

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Original Inhaltsbeschreibung:

In diesem Heft:

  • Export-Hoch für die Wirtschaft: Die deutsche Industrie, unter Auftragsschwund von Inlandskunden leidend, findet Trost im Ausland. Nach Bundesbank-Analysen könnte der Export 1981 um neun Prozent steigen. Vor allem der niedrige Markkurs, der deutsche Produkte draußen billiger macht, verhalf der Wirtschaft zu dem Exportboom.
  • Justiz: "Reaktionäre Schlagseite": Bundesverfassungsrichter Martin Hirsch verprellt seine Kollegen durch herbe Ju­stiz-Kritik. Die Massenverhaftung von Ju­gendlichen in Nürnberg nannte der So­zialdemokrat einen "bedenklichen Vor­gang", bei dem "Recht grenzenlos falsch angewandt" worden sei. Die Verhaftung von RAF-Parolen-Schmierern sei geeig­net, dem " Terrorismus weitere Sympathi­santen" zuzuführen. In einem SPIEGEL­ Gespräch bringt Hirsch die politische Rechtsprechung der letzten hundert Jahre auf einen Nenner: "Oft mit konservativer Bundesverfassungsrichter Hirsch oder sogar reaktionärer Schlagseite."
  • Elbe - "Kloake der Industrie": Die Elbe ist meilen­weit biologisch tot: Fische mit Schwer­metallen vergiftet, dürfen nicht mehr in den Handel tonnen­weise krepieren sie wegen Sauerstoff­mangels im Fluß. Fi­scher- und Bürger­ Proteste gegen den Dreck in der "Klo­ake der Industrie" bewirken wenig, Po­litiker suchen Ver­schmutzer vornehmlich in der DDR.
  • Mitterrand "nicht als Linker geboren": Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat Frankreichs Fünfte Republik nun einen sozialistischen Präsi­denten und sozialisti­schen Premier und er­hält im Juni vielleicht sogar eine linke Par­lamentsmehrheit. In seinen Büchern of­fenbart Mitterrand: "Ich wurde nicht als Linker geboren." "Ich bleibe von mei­ner Provinz geprägt." Und: "Ich kannte die Kommunisten nicht. Ich habe sie dann bekämpft.
  • Amerikas gigantische Flottenrüstung: Die USA wollen wie­der eine Flotte, die Pazifik, Atlantik und den Indischen Ozean beherrscht. Mit Mil­liarden-Aufwand soll die US-Rüstungs­industrie einen atom­getriebenen Flug­zeugträger, Super-U­ Boote, Raketenkreu­zer, Fregatten auf Kiel legen. Selbst ein­gemottete Schlacht­schiffe aus dem Zwei­ten Weltkrieg sollen künftig wieder Dienst tun.
  • Radio aus dem Untergrund: "Radio Schlappmaul" oder "Radio Schweinchen Dick", "Radio Paranoia" oder "Radio Radikalinski" - zumin­dest 38 illegale Rundfunkstationen senden in unseren Großstädten, alle verstehen sich als Kampforgane der radikalen Linken. Manche der "Freien Radios" beschränken sich auf Nach­richten aus der Alternativszene oder sehen sich als Korrektiv für den öffent­lichen Rundfunk, die gewieftesten lenk­ten schon Massendemonstrationen. Post und Polizei jagen die Piratensen­der, doch die Erfolge sind mäßig: Zu geschickt bewegen sich die Illegalen in Deutschland im Untergrund.
  • Mißbrauch von Appetitzüglern?: Millionenumsätze machen Pharmafirmen mit Appetitzüglern. Würden die Hungerhelfer halten, was ihre Hersteller versprechen, müßten die 10 Millionen übergewichtigen Deutschen längst dünn sein. Experten be­fürchten: Die Schlankmacher werden als "Schnellmacher" mißbraucht.
  • "Westkunst" der Zeitgenossen in Köln: Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Künst­ler "ungefragt in den Widerstand versetzt" - von dieser Krisensitua­tion her will eine große Kölner Ausstellung, "Westkunst", die Ge­schichte der Moderne neu aufrollen. Sie zeigt an Werk-Beispielen den Künstler als betroffen reagierenden Zeitge­nossen, ob mit abstrak­ten Gemälden, patheti­schen Denkmalsentwür­fen oder Collagen aus der Trivialwelt.

Seitenanzahl: 242 Seiten

Sprache: Deutsch

Gewicht: 408 Gram

DS-DE.1981.nr.22
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