Reportage Schwertransoort: Schwebebahn auf Abwegen
Moto-Cross in der Halle: Rodeo für Motorradfahrer
Thema: 1. In diesem Jahr wird es in der Bundesrepublik rund 2000 Verkehrstote weniger geben als 1984. Nach einer sorgfältigen ADAC-Unfallprognosewerden zwar noch immer 8 200 Menschen auf unseren Straßen tödlich verunglücken, aber in den letzten fünfzig Jahren hat es noch nie so wenig Verkehrstote gegeben. Trotzdem: 8 200 Verkehrstote sind und bleiben 8 200 Tote zuviel! Vor knapp fünfzig Jahren, 1936, verunglückten in Deutschland übrigens 8 400 Menschen tödlich im Straßenverkehr. Damals gab es in Deutschland 2,47 Millionen Kraftfahrzeuge. Heute gibt es in der Bundesrepublik über 30 Millionen. 2. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden wird 1985 gegenüber 1984 um 12 Prozent auf 314 000 sinken. 3. Die Zahl der im Straßenverkehr Verunglückten wird in diesem Jahr um 14 Prozent auf 410 000 sinken. 4. Gegenüber 1970, dem Jahr, in dem bisher mit 19 193 die meisten Verkehrstoten und mit 550 988 die meisten im Straßenverkehr Verunglückten zu beklagen waren, wird ,die Zahl der Verkehrstoten um 57 Prozent und die der Verunglückten um 26 Prozent zurückgehen. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der Pkw nahezu verdoppelt. ADAC-Präsident Franz Stadler zu dieser erfreulichen Entwicklung: Alle Verkehrsteilnehmer, vor allem die Kraftfahrer, verdienen Dank und Anerkennung. Aber die diesjährige Unfallbilanz kann und darf das eigene Verantwortungsbewußtsein ebensowenig einschläfern wie die zahlreichen Aktionen für noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Daher müssen zum Beispiel unsere Straßen durch geeignete Ausbaumaßnahmen noch sicherer werden, daher muß die aktive und passive Sicherheit unserer Autos ständig verbessert werden, daher müssen die jugendlichen Fahranfänger noch besser geschult und trainiert werden, daher müssen aber vor allem Rücksichtnahme und Verantwortung gegenüber den im Straßenverkehr besonders gefährdeten Kindern, Jugendlichen und Senioren noch ernster genommen werden. Der Tod auf unseren Straßen ist nämlich kein unabwendbares Naturereignis. Er ist meistens die, Folge menschlichen Fehlverhaltens, z.B. Alkohol am Lenkrad oder die Mißachtung des Gebots, immer die den jeweiligen Verkehrsverhältnissen angepaßte Geschwindigkeit zu wählen. PS. Für eine Tempolimit-Hysterie sprechen die Daten und Fakten der Unfallprognose 1985 gewiß nicht.