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pardon Heft 5 / Mai 1973 - Ein Porno Roman....
  • pardon Heft 5 / Mai 1973 - Ein Porno Roman....

pardon Heft 5 / Mai 1973 - Ein Porno Roman....

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Titelbild: Ein Porno Roman - komisch wie noch nie!

PLUS: Erstmals in Deutschland: Bericht aus der Computer-Kommune - Günter Grass: Warum ich zurücktrete

Menge
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Original Inhaltsbeschreibung:

  • Texte, Reportagen:
    A. Schwarzer: Kampf den Ärzten
    Interview mit Günter Grass
    K.-H. Deschner: Warum ich zu Röhl stehe
    A. Schwarzer: Täglich Mao am Kiosk?
    N. Dischkoff: Das jüngste Gericht
    H. G. Ossenbach: Computer-Kommune
    Porno-Roman: Drei Ferkel scheitern
  • Sonderteile:
    Strips & Comix
    Die Wahrheit
    PARDON-Magazin
  • Cartoons/PARDON-Spiel:
    H. Haitzinger: § 218
    H. Traxler: Armes Amerika
    Jungwirth/Kromschröder: Profitopoly
    H. Matthes: Wirb oder stirb
    ffolkes: Cartoon
    K. Halbritter: Das Indianerproblem
  • Kolumnen:
    PARDON-Galerie: G. M. Siewert
    Heiner Murnau: Hauch von Scherz
  • § 218 — nicht so einfach mit der Freiheit: Die Reform des § 218 scheint mit der Fristenlösung doch noch zu kommen. Fällig war sie ja schon längst. Aber kann die Freiheit, die den Frauen ins Haus steht, auch genutzt werden? Alice Schwarzer fordert zum Kampf. Erstens gegen die Mediziner, zweitens für eine in Deutschland noch unbekannte Methode der Abtreibung.
  • Günter Grass — Ein Zwischenfazit: Er hat sich in den vergangen Jahren allerhand sagen lassen müssen. Von den ganz Linken, denen er nicht links genug ist; von den Rechten, denen er überhaupt nicht paßt; von Literaten, denen seine Bücher immer weniger gefallen wollten; und auch zuletzt von PARDON. Nun will Günter Grass als SPD-Trommler kürzer treten. Warum? In Bonn stand er Rede und Antwort.
  • Spielen Sie doch mal Spekulant!: Wenn Sie einige Millionen schwer und Spekulant von Beruf und Berufung sind, kommen Sie von allein auf die erlaubten und nicht erlaubten krummen Touren. Allen anderen, die sich weder durch zuviel Geld noch durch praktizierte Scheinobrigkeit auszeichnen, gibt Profitopoly, das exemplarische Dokumentarspiel in Sachen Spekulation, wirksamen Nachhilfeunterricht.
  • Zeitungskummer — diesmal von links: Linke Zeitungen haben's schwer. Nicht nur, weil Sozialismus in der kapitalistischen Welt noch immer kurz nach des Teufels Schwiegermutter kommt, sondern auch, weil in den Redaktionen die eigenen Widersprüche schneller und rigoroser in Frage gestellt werden. Das unter anderem macht einer französischen Anti-Bild-Zeitung Geburtsschwierigkeiten (S. 22), das u. a. hätte konkret fast den Exitus gebracht (S. 20).
  • Langhaarige — computergesteuert: Deutsche Wohngemeinschaften funktionieren, wie man hört, relativ reibungslos vor sich hin. Schön. Aber eigentlich nicht so sehr erstaunlich bei den geringen Mitgliederzahlen der einzelnen Gruppen. Wenn aber mehr als 100 zusammenleben wollen, was dann? Dann gründet man eine Computer-Kommune! Hans Georg Ossenbach hat eine entdeckt. In der Nähe von San Francisco.

Zu diesem Heft:

Der vegoldete Nonsen

Das Telegramm kam aus Düsseldorf vom Art Directors Club für Deutschland, der Text war kurz und lakonisch: Gold für WimS. Herzlichen Glückwunsch. Wie das? Wenig später kam brieflich Aufklärung. Die zehnköpfige Jury des exklusiven Clubs hatte aus 3000 Arbeiten aus den Bereichen Werbung, Editorial und Design des Jahres 1972 die besten mit Goldmedaillen prämiiert. Für das gesamte Editorial bekam neben der Welt im Spiegel nur noch der Stern den Preis. Sowas ist natürlich erfreulich, wenngleich Auszeichnungen für Satiriker den Satirikern nicht immer ganz geheuer sind.

Unbeantwortet für das WimS-Autoren-Trio F. W. Bernstein, Robert J. Gernhardt und F.-K. Waechter (im Foto oben von links nach rechts) ist allerdings bisher die Frage, was denn den Club, der sonst nur ernstgemeinte Kampagnen aus der Werbe-Elite mit Goldmedaillen zu bedenken pflegt, bewogen haben mag, den Werbe-Oskar an die Elite des Nonsens zu verleihen. Vielleicht die glasklare Erkenntnis, das Werbekampagnen und Nonsens gelegentlich miteinander verschwistert sind — im Schwachsinn zum Beispiel? Oder das Bestreben, den Leuten, die seit Jahren Werbung, Editorials und Designs auf allen Gebieten auf die Schippe nehmen und damit relativieren, das freche Maul mit Gold zu stopfen? — Nur als Vermutung.

Wie auch immer. Die Auszeichnung, die durch den üblichen und sicher wiederum Parodie provozierenden piekfeinen Verleihungsakt in Düsseldorf demnächst auch noch die hochoffiziellen Weihen erhalten soll, signalisiert zumindest eines: Der Nonsens, der, wo er gut ist, ja nicht nur schiere Unterhaltung sein will, sondern auch geistige Lockerungsübung für Produzent und Konsument, mit allen Entlarvungsfunktionen gegenüber einer auf Teufel komm raus ernsthaften und geistig verkrampften Umwelt, hat in der Bundesrepublik langsam die eher elitären inneren Intellektuellen-Kreise verlassen.

Dieser erfreulichen Entwicklung sehr entscheidend auf die Sprünge geholfen zu haben, darf sich PARDON immerhin anrechnen. Und weil da noch immer erhebliche Arbeit zu leisten ist, schlagen PARDONs Nonsens-Autoren in diesem Heft wieder kräftig zu: Mit dem 10-Seiten-Sonderteil Die Wahrheit (ab S. 47), in die auch Bernsteins, Gernhardts und Waechters WimS integriert ist, mit Strips & Comix (ab S. 27) und mit dem Bericht über den größten Porno-Roman aller Zeiten und Welten, der allerdings nach wie vor unvollendet ist (ab S. 60).

Seitenanzahl: 78 Seiten

Sprache: Deutsch

Gewicht: 169 Gramm

pardon.1973.5
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Eigenschaften von diesem Artikel

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5/Mai
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1973