Der Spiegel Nr.13 / 20 März 1967 - Große Koalition
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Der Spiegel Nr.13 / 20 März 1967 - Große Koalition

Titelbild: Große Koalition: Die Schonzeit ist um

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Original Inhaltsbeschreibung:

  • TITELGESCHICHTE Große Koalition
  • SPIEGEL-GESPRÄCH Mit Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger
  • HERMANN SCHREIBER über Kanzler Kiesinger und sein Kabinett
  • INTERVIEW
    Mit dem stellvertretenden NPD-Vor­sitzenden Adolf von Thadden
    Mit dem NPD-Gründer Fritz Thielen
  • OTTO KÖHLER Dankbarkeit und Freundschaft
  • SERIE
    Scheidung auf italienisch
    Peter Tompkins über Pietro Badoglio
  • SPORT
    Skifliegen
    Nationalismus
  • SOWJET-UNION
    Swetlana Stalin
    Sowjetische Historiker und Offiziere diskutieren über Stalins Verbrechen
  • BÜCHER Stefan Andres über Raymond-L. Bruckberger: Die Geschichte Jesu Christi
  • GERHARD MAUZ Zur Anklage in der Sache Contergan

Spiegel-Verlag/Hausmitteilung vom Datum: 20. März 1967 - Betr.: Profanes

Auch die nobelste Frau, die man liebt, muss mal aufs Klosett (Erich Kästner), und ebensowenig ist zu leug­nen, dass auch der tiefgründigste journalistische Geist zum grundrechtsbehüteten Subjekt der Pressefreiheit nur wird durch (horribile dictu) die Druckerei. Die er­sten 304 Ausgaben des SPIEGEL wurden in dem hannover­schen Druckereibetrieb Madsack & Co. gedruckt, exakt die folgenden 750 einschliesslich dieser Nr. 13/1967 auf Zeitungsmaschinen der Auerdruck GmbH in Hamburg. Am Karfreitag wird Auerdruck-Metteur Hans Knupper, der schon 1952 beim ersten Auerdruck-SPIEGEL dabei war, zum letztenmal mit Ahle und Pinzetten Bleizeilen und Bild­klischees einer SPIEGEL-Seite knuppern, denn von der übernächsten Ausgabe an drucken Axel Springers Tief­druckmaschinen in Ahrensburg bei Hamburg und in Darmstadt den SPIEGEL. Nicht nur für Metteur Knupper und mehr als 300 seiner Kollegen, die bei Auerdruck wöchentlich an der SPIE­GEL-Produktion mitarbeiteten, heisst Ostern Abschied, sondern auch für die Hamburger Kunst­druckerei Mühlmeister & Johler (gegründet 1876), deren Kapazi­tät zu mehr als einem Viertel durch den qualitativ vielge­priesenen Druck von SPIEGEL­ Farbanzeigen ausgefüllt war. Der Hamburger "Nordwest-Druck" setzt einen Teil seiner bisher für SPIEGEL-Farbanzei­gen genutzten Maschinen zusätzlich für den Druck des Umschlags ein. Eine runde Million SPIEGEL-Umschläge werden dort zukünftig in zwei statt bisher drei Tagen gedruckt- später als bisher kann das aktuellste Thema auf den Titel gebracht werden. Der störungsträchtige buchbinderische Arbeitsgang, Bogen mit Farbanzeigen und schwarzweiss bedruckte SPIEGEL-Heft teile maschi­nell zu mischen (bis zu 13 Produkte zu einem Heft),
entfällt zukünftig. Schwarzweisse SPIEGEL-Seiten und ganzseitige Farbanzeigen laufen im selben Produkt aus den Tiefdruckmaschinen. Um das 25fache hat Auerdruck in der fünfzehnjährigen Zusammenarbeit sein SPIEGEL Druckvolumen gesteigert. Dennoch musste seit zwei Jahren zusätzlich die Kölner Druckerei DuMont· -Schau­berg eingesetzt werden, um ein Viertel der Auf­lage zuzuliefern (bis zu 30 Güterwagen Papier werden heute für eine SPIEGEL-Ausgabe benötigt). Auf Last­wagen wurden die gedruckten Kölner SPIEGEL-Produkte in der Sonntagnacht an Buchbindereien im Rheinland zur Verarbeitung verteilt. Der Feuewehr ist ihr Einsatz unvergesslich, als sich das Drahtband einer SPIEGEL­-Ladung gelöst hatte und SPIEGEL-Blätter kilometerlang die Bundesesstrasse 55 bedeckten. Die Ahrensburger Rie­sendruckerei, die in Zukunft für den Druck von 60 Prozent der SPIEGEL-Auflage eineinhalb Tage pro Woche fast ihre volle Betriebskapazität einsetzt, ist mit einem Investierungsaufwand von 120 Millionen Mark aus einem Guss auf freiem Gelände neu errichtet worden. Fertigungs­ablauf und Druckwiedergabe verweisen den bisherigen Masstab der SPIEGEL-Produktion in die Vergangenheit. Rudolf Augsteins Stamm-Metteur Knupper wird zukünftig die Seiten der "Hamburger Morgenpost" zusammenbauen, und ein Kollege der Konkurrenz wird auf Proben von Ge­duld und Können gestellt, wenn ein Augstein-Artikel acht Zeilen zu lang geraten ist. Knupper: "Augstein war unser schwierigster Kunde. Er streicht so schwer.

20 März 1967

Seitenanzahl: 182 Seiten

Sprache: Deutsch

DS-DE.1967.nr.13

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