Der Spiegel Nr.15 / 3 April 1967 - Atom Stratege Kahn
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Der Spiegel Nr.15 / 3 April 1967 - Atom Stratege Kahn

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Titelbild: Atom Stratege Kahn. Maschine für den Weltuntergang

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Original Inhaltsbeschreibung:

Spiegel-Verlag/Hausmitteilung vom Datum: 3. April 1967 - Betr.: Geben & Nehmen

Der Zehnjahresvertrag, dem zufolge nun Rudolf Augsteins SPIEGEL auf Axel Springers neuen Tief­druckmaschinen gedruckt wird, ist unterzeichnet von Christian Kracht (für Axel Springer & Sohn) und Hans Detlev Becker (für die SPIEGEL­ Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co.). Die Redak­tionen der beiden ungleichen und so ungleich grossen Häuser sprechen nicht zu freundlich übereinander, auch beider Häuser Herren nicht (Augstein über Springer: Ein Mann, dessen Existenz mit demokratischen Zuständen unverein­bar ist; Springer über Augstein: SED-Mann). Doch die Generalbevollmächtigten Kracht und Becker verloren darüber nicht die Tatsache aus den Augen, dass Verlage auch Betriebsorganisa­tionen des gleichen Geschäftszweigs sind, und sie verstanden sich in manchem: Gleichalt (45), beide aus dem Journalismus ins Management über­gewechselt, beide gesellschafts- und alkohol­scheue Einzelgänger mit siedendheissem Ehrgeiz und tiefgekühltem Gemütsleben, haben sie den direkten Telephondraht zueinander nie gekappt.

Das kaum Vorstellbare rückte durch Konversation in den Bereich der Wirklichkeit, als Kracht im Herbst 1964 zur Bewirtung Beckers einen Fasan hatte braten lassen und der seltsamen Dinner­party zu zweit später beim Apfelsinensaft an Krachts Kamin der Gesprächsstoff ausging. Kracht erzählte von Springers neuem Hundert­ Millionen-Druckereiprojekt in Ahrensburg bei Hamburg, Becker flachste: lch wüsste einen lukrativen Auftrag für die Druckerei. An den Gesprächsfaden wurde angeknüpft, als Becker ein halbes Jahr später auf der Rückseite einer Visitenkarte Ziffern über das Volumen des Auftrags an Kracht schickte. Am 25. November 1965 wurde der Druckvertrag unterschrieben, der die neue Druckerei zu fast einem Drittel auslastet und den SPIEGEL an einer der tech­nisch fortschrittlichsten Tiefdruckausrüstungen der Welt partizipieren lässt: Im gewohnten SPIEGEL-Format wirft die rationellste her­kömliche Tiefdruckmaschine höchstens 40 Seiten aus, im neuen SPIEGEL-Format eine Springer­ Maschine 64 Seiten. Die verkürzte Druckzeit bedeutet erhöhte SPIEGEL-Aktualität, und einen dicken SPIEGEL wie diesen in rund 950.000 Exemplaren zu drucken, ist ein Auftrag, bei dem sich der Kalkulator die Lippen leckt.

Da ut des, doch werden Redaktionen und Verleger nicht freundlicher übereinander sprechen.

  • Titelgeschichte Atom-Stratege Kahn
  • SPIEGEL-GESPRÄCH Mit dem amerikanischen Atom-Strategen Hermann Kahn
  • SPIEGEL-GESPRÄCH Mit dem FDP-Bundesvorsitzenden Dr. Erich Mende
  • BONN
    Humphrey-Besuch
    Konjunktur
    FDP
  • HERMANN SCHREIBER Über den FOP-Reformer Hans Wolfgang Rubin
  • GESELLSCHAFT War Jesus ein Gentleman?
  • PARTEIERN
  • DDRE
  • RECHT
  • HANDEL
  • ERNÄHRUNG
  • BUNDESWEHR
  • WERBUNG
  • OTTO KÖHLER Mit Herz und Hand
  • LANDWIRTSCHAFT
  • ZEITGESCHICHTE
  • SERIE Mein Gott, sie bringen uns alle um!
  • VIETNAM
  • USA
  • ZYPERN
  • ENGLAND
  • SPIONAGE
  • SOWJET-UNION
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  • THEATER
  • MALEREI
  • PANORAMA
  • PERSONALIEN
  • HOCHSCHULEN
  • HANDWERK
  • AUTOMOBILE
  • MEDIZIN
  • MUSIK

Seitenanzahl: 194 Seiten

Sprache: Deutsch

Gewicht: 362 Gramm

DS-DE.1967.nr.15
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